Kleine Bühne, große Künstler

, , Kommentar schreiben

Saisonstart des Lincoln Theater

12. September 2015
Lincoln Theater:

Der Sommer ist unweigerlich zu Ende, und damit auch die Zeit der Open Air Veranstaltungen. Stattdessen heißt es nun wieder: Rein ins Theater! Aus diesem Grund lud der Trägerverein zu einem bunten Abend, bei dem es einen kleinen Ausblick auf das vielfältige Programm der Saison 2015/2016 gab.

Leider waren diesem Angebot nicht sehr viele Zuschauer gefolgt, dem Unterhaltungswert tat das allerdings keinen Abbruch. Da das Lincoln längst unbestrittene Heimat des Poetry Slams ist, war es natürlich unumgänglich, dass an diesem Abend auch ein paar Slammer ihr Stelldichein geben würden. Gleich drei junge Slammer begeisterten das Publikum mit ihren unterschiedlichen Ansätzen. Während Jens Kaltschmidt sich mit Beziehungen auseinandersetzte, ging es Lena Würzburger und Maya Wechsler eher um eine Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Neben diesen nachdenklichen Texten gab es natürlich auch einen Ausblick auf das Theaterprogramm. Stellvertretend hierfür wurde eine Szene aus dem Stück „Traumfrau verzweifelt gesucht“ (09./11.10.15) gespielt. Mit intelligentem Wortwitz versehen, machte der Ausschnitt auf jeden Fall Lust auf mehr. In der Hauptrolle spielt der Worms bekannte Darsteller Karl Heinz Deichelmann. Neben all diesen künstlerisch ambitionierten Auftritten betonte Michaela Langner auch die Bedeutung des Lincoln für die Vereine, wie zum Beispiel für den Deutschen Alpenverein, der dort immer wieder zu Filmpräsentationen einlädt. Unter anderem gibt es am 14.11. einen Beitrag über die Wormser Hütte auf dem Matterhorn. Selbstverständlich sind die Vorführungen kostenlos. Im Laufe des Abends betonte Langner, dass die Finanzierung der Kleinkunstbühne bis März 2016 gesichert sei, das Zittern um das Lincoln ist insofern noch nicht beendet.

Fazit: Am Ende des Abends blieb mal wieder die Erkenntnis, dass das Lincoln Theater einen großen Wert für unsere Stadt hat und für regionale Künstler, die sich das Wormser nicht leisten können, unverzichtbar ist. Natürlich ist das Programm deutlich vielfältiger als das hier gezeigte. Am Besten direkt losgehen und sich eines der Programmhefte sichern.