Eine Pressemitteilung des Klinikum Worms:

Das Klinikum Worms setzt ein Zeichen. Am 17. und 18. November erstrahlt das Gebäude auf der Herrnsheimer Höhe gleich zweimal in Lila, um auf zwei wichtige Themen aufmerksam zu machen: Das Schicksal von zu früh geborenen Babys und an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankten Menschen.

Jedes zehnte Kind kommt zu früh zur Welt

Eine normale Schwangerschaft dauert rund 40 Wochen. Alleine in Deutschland kommen pro Jahr mehr als 60.000 Kinder zu früh auf die Welt. Das bedeutet, dass diese Babys vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Um auf das besondere Schicksal dieser Kinder und ihrer Familien aufmerksam zu machen, findet jedes Jahr am 17. November der Weltfrühgeborenentag statt, an dem viele Gebäude auf der ganzen Welt in lila – der Farbe der Frühchen – erstrahlen. Wie bereits im vergangenen Jahr leuchtet auch das Klinikum dank der zur Verfügung gestellten Strahler der Firma Adolf Schuch Leuchten nach dem Einbruch der Dämmerung in der mystisch schönen Farbe.

„Die intensivmedizinische Versorgung von Frühgeborenen hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt“, erklärt Samuel Lippke, der Leitender Oberarzt der Neonatologie am Wormser Klinikum ist. „Heute haben selbst Frühgeborene mit einem extrem niedrigen Geburtsgewicht von unter 500 Gramm eine gute Chance zu überleben. Allerdings“, und das ist Lippke sehr wichtig „liegt der Fokus der Frühgeborenenmedizin heute nicht mehr ‚nur‘ darauf, den Kindern das Leben zu retten, sondern gleichzeitig ihre Entwicklung bestmöglich zu fördern. Heute wissen wir, dass es viele Interventionsmöglichkeiten gibt, um möglichen langfristigen Beeinträchtigungen entgegenzuwirken.“ Hierzu gehört insbesondere der Kontakt zu den Eltern, der für die körperliche und seelische Entwicklung des Frühgeborenen genauso wichtig ist, wie die medizinische Versorgung. Beim Känguruhen – also dem Haut-Haut-Kontakt zwischen Mama beziehungsweise Papa und Kind – kann das Kind fühlen, riechen, schmecken und sehen und so wichtige sensomotorische Erfahrungen machen. „Die Eltern und wir verstehen uns als Team, das gemeinsam alles Menschenmögliche unternimmt, um unseren kleinen Patienten einen bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen“, so der Mediziner weiter.

Bauchspeicheldrüsenkrebs – wenn Wegsehen tödlich ist

Sie ist nur 15-20 Zentimeter lang und wiegt zwischen 60 bis 70 Gramm. Dennoch ist sie ein überlebenswichtiges Organ, das unsere Verdauung und Blutzuckerregulierung steuert. Die Rede ist von der Bauchspeicheldrüse. Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört nach wie vor zu einer der gefährlichsten und aggressivsten Krebsarten, die trotz intensiver Forschung und verschiedenster Therapieoptionen mit einer oft schlechten Prognose einhergeht.

Der Weltpankreaskrebstag am 18. November macht auf diese gefährliche Erkrankung Aufmerksam. Das Klinikum – in dem Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs behandelt werden – beteiligt sich daher an der Aktion „Impressionen in Lila“ und leuchtet an diesem Abend nochmals in Lila. Damit die Welt hinschaut und nicht weg.

„Die Operation stellt nach wie vor die einzige Option dar mit der ein früherkannter Bauchspeicheldrüsenkrebs geheilt werden kann bzw. Vorstufen entfernt werden können, bevor es zur Krebsentstehung kommt. Der Früherkennung und konsequenten Behandlung kommt daher bei dieser heimtückischen Krankheit die zentrale Bedeutung zu“, erklärt Chefarzt PD Dr. Markus Hirschburger, der die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Throraxchirurgie leitet. Er und sein Team sind gemeinsam mit den Kollegen der Medizinischen Klinik II Ansprechpartner für die Diagnostik und Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

„Das Tückische am Krebs der Bauchspeicheldrüse ist, dass er recht unspezifische Symptome verursacht und diese häufig erst sehr spät auftreten, wenn der Krebs schon weit fortgeschritten ist. Viele Patienten trifft die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs wie aus heiterem Himmel“, weiß PD. Dr. Hirschburger, der mit seinem Team in Worms regelmäßig Patienten mit einem Tumor der Bauchspeicheldrüse oder dessen Vorläuferstadien operiert. „Genau deshalb ist es so wichtig, nicht wegzuschauen, sondern auf diese gefährliche Erkrankung aufmerksam zu machen, damit wir alle dran denken und sie möglichst früh erkennen und dann im besten Fall auch heilen können.“

Hinweis zu Zugangsregelungen

Das Klinikum darf seit dem 09.11.2021 nur noch von Personen betreten werden, die geimpft, genesen oder getestet sind. Diese 3-G-Regel gilt grundsätzlich für alle Personen und schließt auch Patienten und deren Begleitpersonen ein, die zu geplanten, ambulanten Sprechstunden kommen, die seitens des Klinikums angeboten werden. Die entsprechenden Nachweise werden direkt am Haupteingang des Klinikums überprüft.

Wichtig: Patienten die Sprechstunden der Medizinischen Versorgungszentren (MVZs) aufsuchen, fallen bis auf weiteres nicht unter die 3-G-Regel. Auch Notfallpatienten sind weiterhin von dieser Regelung ausgenommen.

 

Bildquelle: Klinikum Worms