Krankheiten – selbstverschuldet

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Zu Beginn ein lustiges Erlebnis, zum Thema passend. Vor Jahren entdeckte ich bei meinem damaligen Hausarzt ein Plakat mit einer ernstheiteren Karikatur. Leider kann ich die köstlichen drei Zeichnungen hier nicht wiedergeben. Jedoch der Text könnte auch „ohne“ amüsant und lehrreich sein. Er lautete: „Geliebt, geraucht, gesoffen und dann alles vom Doktor hoffen.“.

Nun zum ernsteren Teil des Themas. – Alles, was alltäglich, gewohnt und „normal“ ist, fällt überhaupt nicht auf. Und allzu vieles, was um uns und mit uns ist, ist zwar üblich und unauffällig, jedoch nicht immer auch gut und gesund. Besser als ich darüber berichten kann, können Sie, liebe Leserin und lieber Leser, bei den betreffenden Fachleuten nachfragen oder nachlesen. Ich will hier nur auf einen der Großen und Kompetenten hinweisen, es ist Erich Fromm und sein bestimmt lesenswertes Buch: „Wege aus einer kranken Gesellschaft.“ Nach meiner Ansicht gehören hier auch weit verbreitete Süchte, wie Geldgier, fast jede Art von Sammelsucht, Spielsucht, Arbeitswut und Perfektionismus dazu.

Dass nun nicht nur die Gesellschaft krank ist, ergibt sich von allein. Psychologen, Soziologen und Ärzte kennen genug kranke Familien, sowie Einzelne. Und dass von all den Kranken viele ihre Krankheit(en) selbstverschuldet haben, werde ich gleich versuchen, aufzuzeigen. Dabei muss und will ich weitgehend auf Zahlen und Statistiken verzichten. Ich weise aber auf einige auffällige Dinge hin, die meine Aussagen mehr oder minder bestätigen. Zunächst, wer lesen kann, der möge zu unserem Thema Fachzeitschriften und Bücher selbst zur Hand nehmen. Worauf ich jedoch schon hinweisen kann, sind meist volle Arzt-Wartezimmer, erhebliche Fehlzeiten in den Betrieben, steigende Kosten bei den Krankenkassen und immer neue Krankheits-Typen. Und wenn ich meine Ärzte danach frage, wie viel der Erkrankungen ganz oder überwiegend selbst verschuldet sind, bekomme ich fast immer wieder zu hören: „Die meisten!“

Zur Verdeutlichung und Glaubhaftmachung folgt jetzt eine Liste von selbstverschuldeten Fehlverhalten und unnötigen Risiken:

  • Falsches und zu vieles Essen / Fast Food
  • Alkohol im Übermaß / Koma-Saufen
  • Zigaretten, Tabakwaren: meist zu viel!
  • Tabletten-Abhängigkeit
  • Opiate und suchtmachende Mittel
  • Extremer Sport und dito Bergsteigen
  • Doping bei Leistungssportlern
  • Stimulantien im Beruf und Studium
  • Selbst gewolltes Übermaß an Arbeit
  • Etliche Glücksspiele, die süchtig machen
  • Auto- und Motorrad-Rasereien
  • Mangel an Sport und Bewegung

Natürlich ist festzuhalten, dass manches Fehlverhalten nicht vom Betroffenen herrührt, sondern betrieblich oder gesellschaftlich verursacht wurde. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass Fehlverhalten zur Krankheit führt und z.B. das Rauchen im Durchschnitt das Leben um 10 bis 15 Jahre verkürzt. Außerdem muss hier erwähnt werden, dass unnötiges Krankwerden auch alle Anderen bzw. die Solidargemeinschaft (sehr) belastet! Dass die meisten Süchte sehr kostspielig sind bzw. werden können, daran sei auch erinnert.

Zum guten Schluss sei hier unüblich eine „gute Besserung!“ gewünscht. Und ganz am Ende lasse ich den lebensklugen Wilhelm Busch zu Wort kommen. Er rät:

„Drum lebe mäßig, denke klug, wer nichts gebraucht, der hat genug.“

Ihr Heinz Dierdorf