Stadt sagt „Mantelsonntag Plus“ und Rahmenprogramm ab

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Eine Pressemitteilung der Stadt Worms:

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen sagt die Stadt Worms den für das kommende Wochenende geplanten „Mantelsonntag Plus“ ab. Die Infektionszahlen sind auch in Worms nochmals deutlich angestiegen, der Inzidenzwert liegt nunmehr bei 32,3 (vgl. RKI Covid-19-Dashboard). „Aus diesem Grund sagen wir alle für das Wochenende geplanten Veranstaltungen ab“, berichtet Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek. Die Entscheidung sei in der Verwaltung einvernehmlich und in Abstimmung mit Oberbürgermeister Adolf Kessel getroffen worden. „Auch die städtische Kultur und Veranstaltungs GmbH, die für den Großteil des Rahmenprogramms des Mantelsonntags Plus verantwortlich zeichnet, trägt die Entscheidung der Verwaltung mit. Die Stadt musste auf die Entwicklungen der Fallzahlen reagieren“, betont die zuständige Beigeordnete Petra Graen.

„Wir konnten nicht riskieren, dass die Infektionszahlen bis zum Wochenende eventuell noch weiter angestiegen wären und wir dann sehr kurzfristig hätten absagen müssen“, macht der Bürgermeister deutlich.

Nicht nur die Stadt Worms selbst kämpft mit steigenden Corona-Zahlen – in den umliegenden Städten und Landkreisen, die zum Einzugsgebiet der Stadt gehören, sind die Stufen orange und rot bereits erreicht. „Deswegen können wir die Veranstaltungen nicht durchführen“, so Kosubek.

Von der Absage betroffen sind der verkaufsoffene Sonntag, der Allerheiligenmarkt, der Kunstmarkt, das Bühnenprogramm auf dem Weckerlingplatz, die Fahrzeugausstellung auf dem Marktplatz und auch die Marktwinzer am Sonntag. Ein geplanter Flohmarkt im Stadtteil Pfeddersheim muss ebenfalls entfallen. Die Buden und Karussells der Schausteller auf dem Parmaplatz und dem Obermarkt, die bereits aufgebaut sind bzw. sich im Aufbau befinden, dürfen hingegen stehen bleiben und betrieben werden. Allerdings nur zu den regulären Ladenöffnungszeiten. „Wir wollen damit das Angebot in der Innenstadt ein wenig erweitern und den Schaustellern die Möglichkeit bieten, die ausgefallenen Veranstaltungen dieses Jahres wenigstens ein Stückweit zu kompensieren“, erläutert die zuständige Bereichsleiterin, Angelika Zezyk.

„Wir bedauern es sehr, dem Einzelhandel und auch den Kunsttreibenden, die aufgrund von Corona sowieso schon in Nöten sind, eine Absage erteilen zu müssen. Das Risiko, dass das Veranstaltungswochenende eine Verschärfung der Maßnahmen in den nächsten Wochen nach sich gezogen hätte, ist einfach zu groß“, macht Oberbürgermeister Adolf Kessel deutlich. Auch die vom Ministerium mitgetragene Allgemeinverfügung einer Maskenpflicht in der Innenstadt über das Veranstaltungswochenende hätte das Risiko nicht mehr deutlich genug gesenkt, sind sich die Entscheider in der Verwaltung einig.