Weiblicher Indie-Nachwuchs und altgediente Indie-Helden

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Festivalkritik zum Maifeld Derby

14. bis 16. Juni 2019 | Maimarktgelände – Mannheim:

Wieder einmal zeigte sich das Maifeld Derby als Mekka für Menschen, die einfach Freude daran haben, gemeinsam gute Musik zu hören. Davon gab es schließlich jede Menge zu entdecken. Insgesamt wechselten sich 70 Künstler auf vier Bühnen ab.Suchte man nach einem Trend im Line-up des Festivals, fiel schnell auf, dass das diesjährige Programm klar von Frauen dominiert wurde. Kate Tempest setzte hierfür am Samstagabend ein eindrucksvolles musikalisches Statement. Im Palastzelt zelebrierte sie ihren sozialkritischen Hip Hop und machte zugleich ihr Maifeld-Triple an diesem Abend voll. Doch es müssen nicht immer die großen Namen sein, die begeistern. Musikerinnen wie Black Sea Dahu, Lisa Morgenstern und Charlotte Brandis untermauerten sonntags, warum derzeit eine ganze Armada junger Frauen für musikalische Furore sorgt. Der Sonntag gehörte aber auch altgedienten Indie Heroen. Stephen Malkmus, die Schotten vom Teenage Fanclub und nicht zuletzt Tocotronic waren dafür verantwortlich, dass zahlreiche nostalgische Tränen im Publikum vergossen wurden und Männer sich glückselig in den Armen lagen. Musikalisches Highlight unseres Fotografen war indes die schwedische Band Les Big Byrd mit ihrem zeitlos psychedelischen Rock. Fazit: Einmal mehr zauberte das Festival Musikliebhabern drei Tage lang ein Lächeln ins Gesicht. Die Fans müssen jedoch tapfer sein, da das Maifeld Derby im kommenden Jahr pausieren wird.