Wer kandidiert am 26. Mai?

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Die ersten Kandidaten für die Stadtratswahl stehen fest

Während Fußballfans ein ungerades Jahr allenfalls als ungewollte Pause zwischen einer WM oder EM sehen, ist 2019 aus politischer Sicht sogar ein sehr interessantes Jahr. Zumindest für Worms, denn bei der Kommunalwahl am 26. Mai wird über die zukünftige Zusammensetzung des Wormser Stadtrates entschieden. Auf der Liste der Parteien wird so manches bekannte Gesicht aus Worms auftauchen.

Die SPD und die Grünen haben ihre Kandidatenliste bereits bekannt gegeben. Die Wormser Grünen gehen mit dem Spitzenduo Richard Grünewald und Katharina Schmitt in die Kommunalwahl. Mit David Hilzendegen (Platz 3), Christian Engelke (5) und Leo Schmitt (8) finden sich junge Leute auf aussichtsreichen Plätzen. Derweil steht Grünen-Urgestein Kurt Lauer auf Listenplatz 7. Der Klimaschutz, die Verkehrswende und mehr bezahlbarer Wohnraum werden die dominierenden Themen im Wahlkampf sein. Ziel der Partei ist es, das Ergebnis der Kommunalwahl vor fünf Jahren von 12 Prozent noch auszubauen. Nachdem es für Grünewald bei der OB-Wahl nur für Platz 4 reichte, wollen die Grünen nun wieder deutlich die drittstärkste Kraft im Wormser Stadtrat bleiben. Die FDP wird ihre Kandidaten am 5. Februar im DRK-Berufsbildungswerk bekanntgeben. Neben Parteichef Jürgen Neureuther wird auch der eine oder andere Jungliberale auf einem aussichtsreichen Listenplatz stehen. Definitiv nicht mehr kandidieren wird der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uwe Radmacher. Die CDU verkündet zwar erst am 14. Februar ihre Kandidaten, ist aber bereits fleißig dabei, Themen zu besetzen. In einer Pressemitteilung fordert Klaus Karlin (CDU), die Pläne für das Andreasquartier noch einmal zu überdenken. Stattdessen soll das „Rathaus 2“ im Hochstift untergebracht werden und am ursprünglich geplanten Standort am Gesundheitsamt ein Hotel hin. Im Gespräch mit unserem Magazin verkündete Timo Horst (SPD), dass man ein Technologiezentrum in Nähe der Hochschule fordert, um den Abgang von Studenten aus der Stadt zu verhindern. Mit beiden Ideen, die CDU und SPD übernommen haben, hatte der unabhängige Kandidat Peter Englert im OB-Wahlkampf geworben. Eine spannende Frage wird deshalb sein, ob der Mann, der bei der OB-Wahl 20,5% erreichte, auf der Kandidatenliste einer Partei auftaucht. Die FWG Bürgerforum gibt ihre Kandidaten Anfang März bekannt.