Die Ziele des Adolf Kessel

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Bei der Vereidigung hielt Adolf Kessel im Ratssaal seine Antrittsrede, in der er zehn Punkte vorstellte, die er als Schwerpunkte seiner Amtszeit gesetzt hat. Lesen Sie hier Auszüge aus seiner Rede:
 
Die Schaffung einer neuen Verwaltungskultur, die bürgernah, transparent und mitarbeiter-freundlich ist.
„Ich möchte eine Politik der Transparenz und eine Politik der offenen Türen betreiben.Für mich bedeutet das: Die Stadt repräsentieren, die Verwaltung führen,aber eben nicht dominieren“.
 
Eine moderne und effektive Stadtverwaltung
„Darin liegen große Ressourcen für mehr Bürgerfreundlichkeit. Wenn Wartezeiten verkürzt werden, wenn Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zum Rathaus müssen, weil sie die Angebote online abrufen können,..“
Die Finanzsituation der Stadt verbessern
„Hauptursache für diese unbefriedigende Situation ist nicht die Kommunalpolitik. Vielmehr liegt das Problem in wachsenden Sozialausgaben, vor allem aber in der mangelnden Finanzausstattung durch das Land Rheinland-Pfalz begründet. Sie können sicher sein: In diesem Punkt werde ich mindestens mit gleicher Hartnäckigkeit für eine verbesserte Finanzausstattung durch das Land eintreten wie mein Vorgänger“.
Sicherheit und Ordnung für Worms
„Deshalb habe ich mir vorgenommen, den kommunalen Vollzugsdienst personell so auszustatten, dass er rund um die Uhr, 24 Stunden lang, erreichbar und auf der Straße sichtbar ist. Außerdem soll es bei der Stadtverwaltung einen Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger geben,…“)
Bildung und Soziales
„Es geht um ein besseres Verständnis und einen vertieften Austausch unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen. Deshalb wünsche ich mir für unser Worms ein neues Wir-Gefühl, das ich bei möglichst vielen erzeugen möchte,…“
„Zwei neue Sporthallen sollen für die Westend-Realschule plus und das Eleonoren-Gymnasium erbaut werden. Die Sanierung der Schulgebäude – einschließlich der naturwissenschaftlichen Räume der drei Gymnasien –sollen nach bedarfsorientierter Reihenfolge und klarem Plan konsequent weitergeführt werden. Hierbei sind immer die Wirtschaftlichkeit des „Sanierens“ oder des „Neubauens“ und das – über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg – zu prüfen“.
„Neue Kindertagesstätten müssen zeitnah geplant und gebaut; die bestehenden Kitas soweit wie möglich erweitert und saniert werden.Das Programm „Soziale Stadt“ mit der „Grünen Schiene“, einschließlich eines Gebäudes für die Jugend, soll mit breiter Beteiligung auf lokaler Ebene zeitnah weitergeführt werden.“
Integration
„Egal, ob es sich um Deutsche oder ausländische Staatsbürger handelt. Jeder, der hier lebt, hat unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung zu respektieren. Deshalb setze ich mich für ein Quartiersmanagement ein, das heißt, es muss Frühwarnsysteme geben, wenn in einem Viertel unserer Stadt Kriminalitätsschwerpunkte oder soziale Spannungen auftreten.“

– Regionale Wirtschaft

„Ich werde einen erweiterten Dialog mit den Unternehmen etablieren. Regelmäßig werde ich Unternehmen besuchen und dabei nicht nur mit den Chefs zu sprechen, sondern auch mit der Belegschaft. Denn ohne Wertschätzung für die Mitarbeiter können Unternehmen, selbst, wenn sie gute Ideen haben, nicht dauerhaften erfolgreich sein“.

„Ich will erreichen, dass sich Unternehmen im Bereich der neuen Technologien verstärkt ansiedeln. Die dafür benötigte digitale und verkehrliche Infrastruktur ist zeitnah herzustellen und auszubauen. Besonders wichtig ist mir außerdem, die Zusammenarbeit der regionalen Wirtschaft mit der Hochschule Worms zu verstärken“.

„Neben dem produzierenden Gewerbe ist der Tourismus für unsere Stadt von immer größer werdender Bedeutung“. „Damit die Städtereisenden mehr als nur ein paar Stunden bei uns bleiben, brauchen wir so schnell wie möglich, ein modernes Hotel – es können gerne auch zwei sein – in zentraler Lage.“

– Kultur

„Ich möchte beides fördern: Die Leuchttürme (Nibelungen-Festspiele, Anm. der Red.) und das Kulturleben in der Breite. Die Lucie-Kölsch-Musikschule ist hier ein wichtiger Bestandteil und braucht dringend wieder eine feste Bleibe an einem Standort.“

– Wohnen

„Auch in Worms nimmt der Druck auf dem Wohnungsmarkt zu und macht es Geringverdienern, Rentnern oder jungen Familien schwer,  eine dem Bedarf entsprechende und bezahlbare Wohnung zu finden. Hier hat auch die Stadt ihren Beitrag zu leisten. Deshalb müssen wir mit Offenheit und ohne Denkverbote agieren.

Gibt es Flächen, die die Stadt zur Verfügung stellen kann?

Gibt es Orte, die sich für eine Nachverdichtung eignen?“

„Unabhängig davon muss der bereits eingeleitete Masterplan Wohnen – der Bau von 2.500 Wohnungen bis 2025 – konsequent weiterverfolgt und umgesetzt werden. Dabei soll ein Viertel des neu geschaffenen Wohnraumes sozial gefördert sein.“

Mobilität/ Klimaschutz

„Mobilität und Klimaschutz sind riesige Zukunftsaufgaben.“

„Deshalb trete ich dafür ein, das Mobilitätskonzept mit dem Ziel „25 Prozent Radverkehr“ und der weiteren Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs – auch unter der Prämisse des Klimaschutzes – sobald und soweit wie möglich umzusetzen.Die Radwege zur Innenstadt und zum geplanten Radschnellweg nach Ludwigshafen sind sicher und ohne witterungsbedingte Einschränkungen befahrbar herzustellen. Hier geht es nicht um ein Gegeneinander der unterschiedlichen Verkehrsträger, sondern um eine sinnvolle Verzahnung“.

„Auch der Individualverkehr braucht in der Zukunft seinen Raum,…“

„Deshalb trete ich auch dafür ein, die Tiefgarage Ludwigsplatz in Kooperation mit dem Betreiber der Kaiserpassage (ITG) zu sanieren.“

Adolf Kessel am Ende seiner Rede:

Für mich ist in meiner Amtszeit klar: Freiheitliche Werte sind nicht verhandelbar!