Fakten & Kurioses aus 10 Jahren WO!

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Das Titelbild mit der größten Reichweite bei Facebook:

FEB 2013:
„Herr, vergib Ihnen – denn Sie wissen nicht, was sie tun“

Ein Titelbild wie ein Faustschlag. Rasend schnell hat sich das Motiv des geplanten „Haus am Dom“ mit dem dazu passenden Slogan im Februar 2013 bei Facebook verbreitet und für die größte Reichweite aller bisherigen Ausgaben gesorgt (Wobei man fairerweise anfügen sollte, dass WO! überhaupt erst seit Dezember 2011 eine Facebook-Präsenz hat…). Die Folge: Der erste Entwurf für ein Haus am Dom wurde mehrheitlich von der Bevölkerung abgelehnt. Der zweite Entwurf wird wohl bald gebaut werden, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.


FEB 2015:
„Der große Schwindel des Marlon K.“

Unsere Ausgabe aus dem Vormonat hatte einen Titelhelden, den wohl hauptsächlich jüngere Wormser kennen: Marlon Kraus alias John Evangelium (ehemaliger Gitarrist der Wormser Band „The Döftels“). Der war dank eines witzig gemeinten Artikels in der WO! November-Ausgabe fälschlicherweise für den zukünftigen Teilnehmer eines Mars-One-Projektes gehalten worden. Mannheimer Morgen und Radio Regenbogen gab er bereitwillig Interviews, als dann aber auch noch das Fernsehen (SAT 1, SWR 3) anklopfte, wurde es dem Auszubildenden bei der Thalia Buchhandlung zu viel und wir durften endlich auflösen, was hinter dem vermeintlichen Trip eines Wormsers zum roten Planten tatsächlich steckte: „Der große Schwindel des Marlon K.“.


SEP 2012:
„Das große Fressen“

Ein Titelbild, das so herrlich zu dem gerade gewonnenen Pokalsieg gegen Hertha BSC Berlin passte und den zukünftigen Gegner, 1. FC Köln, schon mal vorab das Fürchten lehrte. Wenn man das Privileg hat, als einziger Verein einen Drachen im Wappen zu besitzen, sollte man dies auch entsprechend nutzen. Leider hat es anschließend mit der zweiten Überraschung in Folge nicht geklappt. Erst im Elfmeterschießen musste sich die Wormatia nach aufopferungsvollem Kampf gegen den 1. FC Köln geschlagen geben. Was übrigens die meisten Leser erst sehr spät (oder sogar gar nicht?) entdeckt haben: Während der Wormser Drache genüsslich den Kölner Geißbock verschlingt, brennt im Hintergrund der Berliner Bär, quasi als „subtile“ Anspielung auf den Erstrundengeger Hertha BSC Berlin, der wenige Tage zuvor – am „heißesten Tag des Jahres 2012“ – bei 37 Grad in der Mittagshitze von Worms dahin geschmolzen war.


MÄRZ 2009:
Die Ausgabe, die es zwei Mal gab

Unsere neue Dipl. Kommunikationsdesignerin Simone hatte Anfang 2009 gerade den Job übernommen, das Layout unseres Magazins ein bisschen aufzufrischen. Direkt bei der zweiten Ausgabe in Eigenregie passierte das Malheur und sie hat vergessen, die Monatsangabe von „März“ in „April“ zu ändern, so dass der März 2009 quasi doppelt erschienen ist. Um diesen Fauxpas wieder auszugleichen, hat sie uns allen in der Folgezeit ganz viele unvergessliche Titelbilder geschenkt.

Anmerkung von der Grafik: Wenn de Chef sonst nix zu meckern hat…

 

 

 

 


DEZ 2009:
Die Ausgabe, die die größte Medienpräsenz brachte

Als wir im Dezember 2009 als erstes Presseorgan über den Fall der entlassenen Schwimmbadkassiererinnen berichtet haben, wurde dadurch eine Welle der Empörung in der Bevölkerung losgetreten. Vier städtische Bedienstete des Wormser Heinrich-Völker-Bades waren wegen Unterhaltung einer Kaffeekasse fristlos entlassen worden. Immer mehr überregionale Medien wurden auf den Fall aufmerksam, sodass die Verantwortlichen der Stadt Wochen später zurückruderten und einen faulen Kompromiss schlossen.


OKT 2010:
Die Ausgabe, die die meisten Anrufe in der Redaktion ausgelöst hat

In Anlehnung an das damals aktuelle Buch von Thilo Sarrazin war seinerzeit das Titelthema: „Wormatia Worms. Ein Verein schafft sich ab“. Die sportliche Krise beim VFR war aber gar nicht der Grund, warum unsere Telefone glühten, denn passend dazu war auf der letzten Seite eine Satire zu dem Thema „Worms schafft an!“ erschienen. Hierbei haben wir satirisch ausgearbeitet, wie es wohl wäre, wenn man die vom Aussterben bedrohte KW in eine Puffstraße, ähnlich wie die Kaiserstraße in Frankfurt, umwandeln würde. Sehr viele Wormser haben diese Geschichte geglaubt oder zumindest ungläubig in der Redaktion nachgefragt.


OKT 2011:
Die Ausgabe, die „gefühlt“ die größte Zustimmung brachte

Zu einer Zeit, als ganz Worms mal wieder eine einzige Baustelle zu sein schien, da passte im Jahr 2011 unser Oktober-Titel „Baustelle Worms“ mit dem Artikel: „Ich bin ein Wormser, holt mich hier raus!“ wie die berühmte Faust aufs Auge. Viele Leser, die sich selbst nicht mehr in dem Verkehrsdschungel Worms zurechtfanden, teilten uns in der Folge ihre Zustimmung zu den gemachten Feststellungen mit.


AUG 2012:
Die Ausgabe mit zwei Titelbildern

Zwei Großereignisse, die in Worms vor der Tür standen. Das DFB-Pokalspiel der Wormatia gegen Hertha BSC Berlin und der Beginn der Nibelungen Festspiele. Wir haben uns deshalb für zwei verschiedene Cover-Motive entschieden. Vom Haupttitel grinste der Urwormser Andre Eisermann vom Karussell seiner Tante im Tierpark aus. Wenn man das Heft aufschlug, empfing Wormatia-Trainer Ronny Borchers himmlische Kräfte für das anstehende Pokalspiel. Und tatsächlich, es hat etwas genützt: Am 19. August schlug die Wormatia in einer Hitzeschlacht die Hauptstädter mit 2:1. Trainer Borchers wechselte mit Romas Dressler in der Halbzeit den Schützen des Siegtores ein. Die Eingebung dazu kam – na klar – von ganz oben…

 

 

 

 

 

 


Anzahl der Ausgaben in 10 Jahren WO!:
111 Ausgaben. Grund: Erst seit 2012 erscheint unser Magazin monatlich. In den ersten beiden Jahren haben wir uns im Winter (zumeist Januar) und im Sommer (zumeist Juli) eine Pause gegönnt. Erst seit 2012 wird durchgearbeitet!!

Gesamtkosten für Rechtsstreitigkeiten (Unterlassungsklagen, Urheberechtsverletzungen, Rechtsanwaltskosten etc.) in 10 Jahren WO!:
21.422,90 Euro (oder wie der Chef stets zu sagen pflegt: mind. 5x Mauritius-Urlaube)