In eigener Sache

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Dass ausgerechnet die Ausgabe zu unserem 15-jährigen Jubiläum eine derart denkwürdige sein würde, hätten wir vor vier Wochen noch nicht ahnen können. Auch wir beugen uns im Sinne der Gesundheit dem staatlichen Diktat und haben unser Büro geschlossen, um soziale Kontakte zu vermeiden. Deshalb hier die offizielle Info:

UNSER BÜRO IST SEIT 30. MÄRZ BIS EINSCHLIESSLICH 19. APRIL 2020 NICHT BESETZT.

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Eine staatlich verordnete Auszeit für (fast) alle

Auch wir haben uns nach den letzten Wochen, die nicht einfach waren, eine Auszeit verordnet. Wie so viele in Deutschland sind wir zum Nichtstun verdammt. Der eine oder andere wird sich vielleicht sogar darauf freuen, mal wieder den Keller aufzuräumen, Bürokram zu erledigen oder ausgiebig Netflix zu schauen. Die meisten jedoch werden mit der Ungewissheit leben, ob und vor allem wann es endlich wieder losgeht. Bis 19. April sind Schulen, Kindergärten, Kultureinrichtungen etc. geschlossen. Danach sehen wir weiter. Dabei teilen wir die Hoffnung ganz vieler Menschen in Deutschland, dass sich die Situation bis dahin etwas entspannt hat und wir alle langsam wieder in unser altes Leben zurückkehren können. Sollten jedoch die Corona-Krise und die damit verbundenen staatlichen Maßnahmen den Sommer über anhalten, dürfte dies unweigerlich zu einem massenhaften Firmensterben führen. Und das weltweit. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass es hauptsächlich Kleinunternehmer und Mittelständler treffen wird. Die bisher angebotenen Hilfsmaßnahmen der Regierung sind dementsprechend allenfalls der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
Fest steht: Nach der Corona-Krise wird die Gesellschaft eine andere sein und die Wirtschaftswelt wird sich massiv verändern. Da von der Corona-Krise so ziemlich alle betroffen sind, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wie Menschen wirklich ticken. Sind sie tatsächlich die rücksichtslosen Egoisten, die Klopapier und Desinfektionsmittel horten und in erster Linie an sich selbst denken? Oder sind sie solidarisch, empathisch und rücksichtsvoll? Zeigen sie auch Solidarität mit denen, die durch die Corona-Krise besonders hart getroffen wurden und die womöglich von heute auf morgen ihre Existenz verlieren? Auch wir können aktuell noch nicht sagen, ob und wie es mit unserem Magazin im Mai weitergehen wird. Als Stadtmagazin mit dem Themenschwerpunkt Kultur fehlen uns nicht nur die Themen, sondern auf Dauer auch die Anzeigenkunden. Vielleicht erscheinen wir als dünnere Ausgabe, womöglich auch nur als Onlinemagazin. Auf jeden Fall haben wir uns vorgenommen, nicht einfach so sang- und klanglos von der Bildfläche zu verschwinden. Wir werden uns wiedersehn. Passen Sie auf sich auf!

„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“
Benjamin Franklin