Na, Beef?

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Die Vernichtung der SPD

Liebe Leser,

diesen Monat bekam ich von unserem Chefredakteur die seltsame Aufgabe, über die Vernichtung der SPD zu berichten, während nebenan der Bert Bims die CDU zerstört. Irgendwie macht mir dieses Thema Bauchschmerzen. Vernichtet sich diese Partei denn nicht selbst und muss man, wenn jemand am Boden liegt, immer noch mal drauftreten?

Meine Schwiegermutter ist bei der SPD in Bayern und leitet dort ein Regionalbüro. Mit dieser Frau habe ich schon wahnsinnig viele interessante Gespräche geführt und sie ist wirklich eine Sozialdemokratin aus vollem Herzen. Es kann einem dann auch einfach wehtun, wenn man weiß, dass solche niedrigen Wahlergebnisse private Schicksale beeinflussen können. Die Frage ist eigentlich, wie man denn so eine verkrustete Situation eines so alten Vereins wie der SPD überhaupt in den Griff bekommen kann? Ganz ehrlich? Gar nicht! Es gibt viel zu viele Personen aus unterschiedlichen Kreisen, Verbänden und Gewerkschaften, die alle diese Partei irgendwo hinlenken möchten und sich nicht einigen können. Es vermutlich auch nie werden. Streng genommen hilft da nur ein Neustart. Die Sozialdemokratie ist überlebenswichtig für unser Land. Wer die Sozialdemokratie vernichtet, vernichtet auch unseren Sozialstaat und unsere Rechtsstaatlichkeit.

Nichtsdestotrotz braucht es eine Erneuerung, in Worms würde man sagen „eine Reformation“. Die NSD vielleicht, die Neue Sozialdemokratie. Ein Neuanfang ohne komische Menschen à la Marcus Held, die die Glaubwürdigkeit engagierter Politiker in Frage stellen und beschmutzen. Kein Gazprom-Schröder, keine Agenda 2010 und keine GroKo Selbstrettungsscheiße. Eine gerechte Sozialdemokratie, die auf lokaler Ebene anfängt, mit der sich Menschen identifizieren können und die sich der Ungerechtigkeit entgegenstellt. So muss es funktionieren und nicht anders.

Für Worms hoffe ich, dass einige junge engagierte Menschen ihre Chance erhalten in der SPD. Leider haben es weder Jonas Deichelman, noch Pavel Zolotarev in den Stadtrat geschafft. Egomanie war teilweise leider wichtiger als frische Ideen für die Stadt. Extrem schade und ich kann nur hoffen, dass die beiden sich nicht entmutigen lassen. War das jetzt genug zu diesem Thema?

Lieber Chefredakteur, gib mir doch mal eine schöne Aufgabe. Die Vernichtung der Schnakenplage oder so. Oder die Vernichtung von Helene Fischer zum Wohle der Menschheit. So Yellow-Press Geschichten eben… oder in unserem Fall Orange-Press.

Freue mich auf den nächsten Monat.
Viele Grüße an die Genossen!

Jim Walker Jr.