Na, Beef?!

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Ein bisschen Schwund ist immer

Liebe Leser,

das Jahr 2016 ist nun endlich vorbei…
Schon zum zwölften Mal gebe ich hier meine geistigen Ergüsse zu Papier. Vor nun exakt einem Jahr saß ich im Büro des Chefredakteurs und Großmeisters Frank und beriet mit ihm, was ich denn so schreiben könnte. „Ei schreib’ doch einfach über Worms, die Leute die du kennst und was dir eben so passiert.“ Na toll, aber was passiert mir denn, was es wert ist, aufgeschrieben und vielleicht sogar gelesen zu werden?

In meiner ersten Kolumne ging es um das große Thema „Essen“. In Worms hatte gerade ein Burgerladen nach dem nächsten seine Pforten eröffnet. Jetzt, zwölf Monate später, muss ich feststellen, dass von den vier genannten einer geschlossen hat, einer demnächst schließt und einer den Besitzer gewechselt hat. Dafür sind dann an ihre Stelle neun neue Dönerläden gerückt, einer sogar in einem Laden, in dem früher der mittlerweile vom Markt verschwundene „Bubble Tea“ verkauft wurde.

Der abgelaufene Monat Dezember war auch der Monat der Weihnachtsfeiern. Überall schossen sie regelrecht aus dem Boden und Kollegen, die sich sonst nicht leiden können, betranken sich mit billigem Glühwein aus dem Supermarkt. Der Chef zahlt ja. Wir vom WO!-Magazin hatten im letzten Jahr auch so eine Weihnachtsfeier mit einem tollen Spiel namens Schrottwichteln. Ich möchte das hier besonders betonen, da ich dort einen megamäßigen Raketenwecker gezogen habe. Wie komm ich jetzt darauf? Ach ja, wahrscheinlich weil 2016 die WO! Weihnachtsfeier irgendwie verschwunden war. Es ist aber auch immer das Gleiche. Am Anfang der Adventszeit wiegen sich alle in der Sicherheit, dass es noch ein Weilchen dauert, bis der Heiligabend kommt. Doch dann geht alles ganz schnell. Beim Schreiben dieser Ausgabe fiel meinen beiden Kollegen Fischer / Dirigo auf, dass 2016 in Worms ordentlich was los war. Plötzlich war die Zeit einem Schwund unterlegen, in dessen Sog auch die Weihnachtsfeier verschwand. Aber keine Sorge, im Februar bekommen wir noch unsere Weihnachtsfeier. Zwar ohne Plätzchen und Wichteln, aber mit Sicherheit mit jeder Menge Besinnlichkeit, und ganz wichtig, was Leckerem zu essen. Ich bin jetzt schon gespannt, was nach Currywurst und Burger der Gaumentrend 2017 werden wird.

Ebenfalls verschwunden sind eine Menge Stars und Sternchen. David Bowie, Leonard Cohen, Prince. Achim Mentzel und ganz zum Schluss noch Zsa Zsa Gabor. Irgendwie hatte man das Gefühl, dass sich der berühmte „Club of 27“ langsam, aber sicher, zu einem „Club 2016“ entwickelt. Nur Bob Dylan war das irgendwie egal, der kam noch nicht mal zu seiner eigenen Nobelpreisverleihung für seine literarischen Leistungen. Dafür kommt er nächstes Jahr im stolzen Alter von 76 Jahren nochmal auf Tour nach Deutschland.

Was ist denn sonst noch so 2016 passiert?

Das Haus am Dom steht schon zum Großteil, trotz erheblicher Bürgerproteste. Dafür steht das Parkhaus am Dom nicht mehr, trotz fehlender Parkplätze. Uwe Franz ist immer noch Baudezernent und es gibt endlich eine riesige Brücke über die B9 zum Festplatz. Das mit der Brücke erfreut mich ganz besonders, ich glaube, wir werden ihr in verschiedenen Fastnachtssitzungen wieder begegnen. Terence Hill hat sein Kommen bereits zugesagt…

Man muss sagen, der Ausblick auf 2017 ist jetzt nicht so rosig. Ein Donald Trump als US-Präsident, eine Bundestagswahl mit Angie als mutmaßliche neue und alte Kanzlerin, die AFD im Bundestag und ein neues Album der Döftels steht ebenfalls vor der Tür. Viel schlimmer kann ein Jahr nicht beginnen.

Ansonsten bleibt mir noch, mich hier bei Fränk zu bedanken, bei dem ich immer schreiben durfte, was ich wollte. Und danke auch an den Mö, der meine blöde Kolumne immer als Letztes grafisch setzen musste, weil sie nie pünktlich fertig war.

So das wars jetzt. Wir sehen uns 2017, vielleicht.
Love, Love, Love.

Jim Walker jr.

PS: Zum ersten Mal gebe ich die Kolumne pünktlich ab. Yeah!