Noch 13 Endspiele bis zum Klassenerhalt

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Wormatia Worms gewinnt erstes Spiel nach der Winterpause

Der Auftakt nach der Winterpause ist mit einem 2:1-Sieg in letzter Minute gegen Mainz 05 II geglückt – Giuseppe Burgio sei Dank. Für die Mannschaft von Trainer Steven Jones war das aber nur ein erster Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt. Um die dafür gemeinhin benötigten 40 Punkte zu erreichen, braucht Wormatia Worms in den letzten 13 Spielen noch sechs Siege.

Mit sechs Siegen und einem Unentschieden (18:6 Tore) in den Testspielen gegen drei Regionalligisten und vier Oberligisten hatte die Wormatia in der Vorbereitung ordentlich Selbstvertrauen für das erste Pflichtspiel nach der Winterpause getankt. Und dann waren alle guten Vorsätze nach 7 Minuten dahin, als Leon Bell Bell zur Führung für den FSV Mainz 05 II traf. In der Folgezeit mussten die 950 Zuschauer ein ums andere Mal den Atem anhalten, waren doch die Mainzer U23-Spieler phasenweise dem zweiten Tor näher, als die Wormser dem Ausgleich. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit erspielte sich der VfR Chancen durch Ferfelis (35.) und Dobros (43.). Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 52. Minute, als der Mainzer Winterneuzugang, Routinier Dominic Peitz (34 J.), nach einer rüden Attacke gegen Luca Graciotti völlig zu Recht die gelb-rote Karte sah. Gegen nur noch zehn Mainzer blies auch Trainer Jones zur Attacke und wechselte kurz danach Giuseppe Burgio (für Graciotti) ein, der nur sechs Minuten brauchte, um erstmals zuzuschlagen. Danach spielten nur noch die Wormser und kamen auch zu drei hochkarätigen Chancen, blieben aber glücklos. Bis zur 90. Minute, als Burgio mit einer Kopie seines ersten Tores den vielumjubelten Siegtreff er erzielte. Erneut nutzte Burgio eine zu kurze Faustabwehr des Mainzer Torhüters Dahmen und schob überlegt aus 11 Metern rechts unten ein. Das Spiel war nicht schön anzusehen, aber im Abstiegskampf zählen nun mal keine Schönheitspreise. Der zwar verdiente, aber letztlich glückliche Dreier gegen den direkten Hintermann, Mainz 05 II, kann in der Endabrechnung entscheidend sein. So bleiben als positive Erkenntnisse aus dem ersten Spiel, neben dem Willen und Einsatz der gesamten Mannschaft , dass der neue Kapitän und Abwehrchef Jure Colak gute Voraussetzungen mitbringt, um die erhoffte Führungsfigur im Abstiegskampf zu werden. Der vor der Winterpause etwas glücklose Dimitrios Ferfelis ackerte viel, erspielte sich Torchancen, blieb aber letztlich torlos, weil sein Abseitstor zurückgepfiff en wurde (67.) und der Mainzer Keeper Dahmen seinen Kopfball noch von der Linie kratzte (80.). Bei Ferfelis darf man aber hoff en, dass schon bald der berühmte Knoten platzt. Wichtigste Erkenntnis: Auf Giuseppe Burgio ist Verlass, auch wenn er diesmal nicht in der Startelf stand. Trainer Jones hatte den Italiener zunächst auf die Bank gesetzt, da dieser in den Vorbereitungsspielen ein ums andere Mal verletzt passen musste. Auch wenn Jones seine Nichtberücksichtigung anschließend als taktische Maßnahme verkaufte und sich darüber freute, „wenn ein Trainer mit zwei Toren abgestraft wird“, bleibt als Erkenntnis: Ein Instinktfußballer wie Burgio, der aus dem Nichts ein Tor erzielen kann, gehört auf den Platz und am besten 90 Minuten lang. Auf dem Auftakterfolg ausruhen kann sich der VfR aber nicht lange, denn im März wartet gleich ein knackiges Programm mit 6-Punkte-Spielen gegen direkte Abstiegskonkurrenten wie beim SC Hessen-Dreieich (12.03.) oder gegen FSV Frankfurt (16.03.), ein schweres Heimspiel gegen die Hoffenheimer Zweite (08.03.), hohe Auswärtshürden in Ulm (02.03.) und Freiburg (23.03.), ehe am 31.03. der derzeitige Zweite, 1. FC Saarbrücken, nach Worms kommt. Dazwischen muss man mal eben im Halbfinale des Verbandspokals beim FC Speyer 09 (27.03.) den Finaleinzug klar machen. Mögliche Gegner im Endspiel im Mai wären der FV Dudenhofen oder der 1. FC Kaiserslautern, die im zweiten Halbfinale aufeinander treff en. Im letzten Jahr zog eine Niederlagenserie im Schicksalsmonat März den VfR noch einmal tief in den Abstiegsstrudel. In diesem Jahr kann man sich, wenn es gut läuft, ein wenig aus der Abstiegsregion entfernen und gleichzeitig ins Pokalfinale einziehen.