Noch ein bisschen zittern

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Wormatia hat zuletzt Boden gut gemacht im Kampf um den Klassenerhalt

Auch wenn das Abstiegsgespenst noch nicht ganz vertrieben ist, kann man nach zuletzt zwei klaren Heimsiegen wieder etwas beruhigter schlafen bei Wormatia Worms. Trotzdem könnte der aktuelle 11. Platz, drei Ränge und immerhin 6 Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, noch gefährlich werden. Denn in den nächsten drei Partien warten gleich drei potentielle Aufstiegskandidaten aus der Top 4 auf den VfR. Bei Misserfolg könnte der Abstiegskampf, bei aktuell 36 Punkten, in den letzten beiden Saisonspielen noch einmal so richtig heiß werden…

Die Jahre, in denen in der Regionalliga Südwest jeder jeden schlagen konnte, scheinen vorbei zu sein. Die letzten drei Spiele der Wormatia haben deutlich gezeigt, wie groß die Unterschiede in der Liga sind bzw. wie groß das Gefälle zwischen oben und unten ist. Während die Wormser Regionalligakicker zuletzt zuhause den sicheren Absteiger, Saar 05 Saarbrücken, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 5:0 abgefertigt hatten und im vorherigen Heimspiel auch der Fast-Absteiger SV Spielberg mit 5:1 unter die Räder kam, gab es zwischendurch eine glatte 0:5-Schlappe beim Zweiten SV Elversberg. Obwohl es im Hinspiel, seinerzeit noch in Pfeddersheim, zu einem überraschenden 2:1-Sieg „im ersten Spiel nach Eller“ gereicht hatte, war der Klassenunterschied diesmal unverkennbar. Geld schießt zwar keine Tore, aber dass die mit Aufstiegsambitionen angetretenen Elversberger den mehr als vierfachen Etat der Wormatia zur Verfügung stehen haben, war bei diesem 0:5, das auch gerne 0:9 hätte enden können, deutlich zu sehen. Genauso war aber auch bei den klaren Heimsiegen gegen Spielberg und Saar 05 zu beobachten, wie groß die Kluft zwischen Tabellenende und Mittelfeld ist. Denn irgendwo im „gesicherten“ Mittelfeld zwischen Platz 10 und 12 wird die Wormatia am Ende doch hoffentlich landen. Die aktuell sechs Punkte Vorsprung auf den erstmöglichen Abstiegsplatz mögen fünf Spieltage vor Schluss beruhigend klingen. Sieht man sich jedoch das Restprogramm der Wormatia an, könnte der Vorsprung schneller schmelzen, als es den Verantwortlichen lieb ist, geht es doch in den nächsten drei Spielen gegen Gegner, die allesamt unter den ersten Vier in der Tabelle stehen. Das Freitagabendspiel unter Flutlicht bei Spitzenreiter Waldhof Mannheim am 29.04. fand leider nach Redaktionsschluss statt. Am 6. Mai kommt die sich in blendender Form befindliche Zweite der TSG Hoffenheim nach Worms. Als aktueller Vierter der Tabelle mischen die Kraichgauer genauso im Aufstiegskampf mit wie Eintracht Trier, zu der die Mannschaft von Steven Jones am 10. Mai reisen muss. Bei drei durchaus möglichen Niederlagen in Serie für die Wormatia könnte die Konkurrenz im Abstiegskampf, wie die unter Trainer Thomas Brdari erstarkte TSV Steinbach oder der zuletzt gut aufspielende Bahlinger SC, Boden gutmachen und die Wormatia wäre zum Rundenfinale wieder mitten drin im dicksten Abstiegskampf. Dann käme den beiden letzten Spielen am 14. Mai im heimischen Stadion gegen die SpVgg Neckarelz und am 21. Mai bei Astoria Walldorf womöglich Endspielcharakter zugute. Diese Situation können die Mannen um den zuletzt sehr starken Kapitän und Goalgetter Florian Treske nur vermeiden, wenn sie in einem der drei Spiele gegen einen Top 4-Gegner Big Points sammeln. Am besten schon bei Tabellenführer Waldhof Mannheim.

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