Sagen Sie mal, Herr Bims?

, , Kommentar schreiben

Teil 88: Verschwörungen

Überall in Deutschland finden „Anti-Corona-Demos“ statt und hierbei erblühen die wildesten Verschwörungstheorien. Ich höre Sie deshalb schon wieder zu Tausenden fragen: „Sagen Sie mal, Herr Bims, was halten Sie denn von all diesen Verschwörungen?“

Ich will heute ausnahmsweise mal ehrlich zu Ihnen sein. Nur von mir erfahren Sie, was wirklich hinter dem Coronavirus steckt. Als SARS-Cov-2 in einem Chinesischen Labor gezüchtet wurde, um es danach auf einem Tiermarkt in Wuhan auszusetzen, konnten die geheimen Weltmächte nicht einmal ansatzweise ahnen, dass ihnen ausgerechnet Xavier Naidoo auf die Schliche kommen würden. Deshalb wird Bill Gates auch bald anordnen, dass Alte, Kranke, Kinder, Berufstätige und Frauen ihr Haus in diesem Jahr nicht mehr verlassen dürfen. Und zwar weltweit. Nun aber genug der Ehrlichkeit, kommen wir zu den Verschwörungstheorien. Zum Beispiel, dass das größte deutsche Telekommunikationsunternehmen mal eben die Daten all ihrer Kunden herausgegeben hätte, um der Stasi, äh der Bundesregierung, ein besseres Tracking ihrer Bürger während des Lock-Downs zu ermöglichen. Wenn Sie sich also zukünftig heimlich mit ein paar Bekannten im heimischen Garten treffen, müsste ihr Nachbar nicht mal mehr die Polizei rufen, da Sie anhand Ihres Handys längst geortet wären. So ein Quatsch, das würde die Telekom doch nie machen. Wir sind hier schließlich nicht in der DDR. Außerdem würde der gute alte George Orwell bei solchen Verschwörungstheorien in Dauerschleife in seinem Grab rotieren. Irgendwelche Schwurbler erzählen derzeit auch die Geschichte von einem deutschen Luftfahrtunternehmen, das in guten Zeiten seine Gewinne auf den Cayman-Inseln geparkt hat und in Krisenzeiten den Staat um Hilfe bittet. Kompliment deshalb an den Vorstand eines Unternehmens, das an der Börse gerade mal noch vier Milliarden Euro wert ist, weil der satte neun Milliarden vom Staat abstauben konnte. Zum Glück hat Bill Gates nicht Wind von diesem Schnäppchen bekommen, sonst hätte er auch noch die Lufthansa gekauft. Dabei fliegt der gute Bill bereits 200.000 Flugmeilen pro Jahr mit seinem Privatjet durch die Gegend und bläst dabei so viel CO2 in die Atmosphäre wie 10.000 durchschnittliche Personen. Darauf angesprochen, wie sich das mit seinem Engagement für die Überwindung der Klimakrise verbinden lasse, bezeichnete Gates das Ausmaß seiner Flugreisen als „guilty Pleasure“. Ein „schuldiges Vergnügen“ ist vergleichbar mit „Geld verprasst“ „im Puff erwischt worden“, „besoffen sein“ oder einfach gesagt: „Ich mache mich schuldig, aber es macht halt Spaß…“ Für den Lacher des Monats sorgte aber ein anderer Amerikaner, Präsident Donald Trump höchstpersönlich, mit seinem Satz: „I know more about Corona-Viruses than anybody“. Das war aber noch nicht der Lacher, sondern die Antwort des Reporters: „Sorry Sir, this isn’t syphilis.“

EIN BISSCHEN SPASS MUSS SEIN…

Apropos Spaß. Viele Leser/innen haben mich darum gebeten, in diesen trostlosen Zeiten wieder mehr Spaß und Frohsinn zu verbreiten. Deshalb versuch ich es einfach mal mit einem Witz, der, verflixt, ja doch wieder was mit Corona zu tun hat: Also der geht so: „Chuck Norris hatte Kontakt mit dem Coronavirus. Jetzt muss das Coronavirus 14 Tage in Quarantäne.“ Das wäre ja praktisch, wenn wir nicht auf einen Impfstoff warten müssten, sondern einfach Chuck Norris das Problem für uns erledigen würde. Okay, noch ein Witz: „Ein Schwarzafrikaner checkt am Flughafen ein und legt seinen Ausweis vor, darin klebt ein Passfoto von Leonardo di Caprio. Der Mann am Flughafen wird nervös und greift zum Telefon: „Chef, Sie haben doch mehr Allgemeinbildung wie ich: Ist die Titanic damals untergegangen oder abgebrannt?“

Ich bin davon überzeugt, dass meine treuen Leserinnen und Leser genauso empört wie ich reagiert haben, als ich diesen rassistischen Witz zum ersten Mal hörte. Völlig zu Recht sind Sie etwas irritiert, denn etwas weiter oben faselt der Herr Bims irgendwas von Verschwörungstheorien und jetzt so eine rechte Kacke. Dann aber habe ich den Witz am Telefon meinem alten Freund Mutombo aus Simbabwe erzählt, dessen lautes Lachen auch heute noch in meiner Ohrmuschel klingelt: „Super Witz, Bims, du Nazischwein!!“ schallte es mir aus 13.000 Kilometern Entfernung entgegen. Und da erkannte ich, dass man auch mal lachen kann, wenn es nicht so ganz politisch korrekt ist. Wer also eben bei dem Witz heimlich gekichert hat, ist an dieser Stelle von dem Vorwurf freigesprochen, ein rechter Verschwörungstheoretiker zu sein. „Ein bisschen Spaß muss sein!“ sang schon einst der großartige Roberto Blanco und der ist genauso schwarz wie mein Freund Mutombo aus Simbabwe.

Mit politisch korrekten Grüßen,
Ihr Bert Bims