Der etwas andere Fragebogen

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Diesen Monat: Stefanie Lohr

KURZBIO Für die meisten Wormser dürfte die 35-jährige Abenheimerin vor dem 18. November 2018 politisch eher unbekannt gewesen sein. Doch dann kam die Wahlnacht der Oberbürgermeisterwahl und damit die Gewissheit, dass die Winzertochter ab dem 1. Juli einen neuen Job hat, nämlich den der Landtagsabgeordneten für die CDU. Nach der Wahl Adolf Kessels zum Oberbürgermeister war klar, dass sie dessen Platz in Mainz einnehmen würde. Politische Erfahrung konnte sie bis zu diesem Umzug im Juli reichlich im Wormser Stadtrat (2009 bis 2014) und im Abenheimer Ortsbeirat sammeln. Seit dem 18. November kennt ihr politischer Karriereverlauf nur einen Weg und der zeigt nach oben. Im Januar wurde sie zur Kreisvorsitzenden der CDU gewählt und am 28. Mai bei der Kommunalwahl zur Ortsvorsteherin. Bis zum vollständigen Wechsel in die Politik arbeitete die studierte Juristin bei den Technischen Werken Ludwigshafen am Rhein AG im Schwerpunktbereich der Personalverwaltung. Stephanie Lohr ist seit 1994 Feuerwehrfrau bei der Freiwilligen Feuerwehr Worms und trägt den Titel der Hauptlöschmeisterin.

Was reizt Sie an Politik?
Gestalten zu können und Ideen umzusetzen und damit etwas zum Besseren zu bewegen.

Wie kamen Sie zur Politik?
Bei Jan Metzlers Eltern auf der Couch. Jan Metzler war gemeinsam mit meinem Bruder in der Weinbauschule und er hat mich angesprochen, ob ich mich nicht in der neu gegründeten JU Alzey-Worms engagieren will.

Was glauben Sie, warum immer weniger Menschen wählen gehen?
Weil Sie das Gefühl haben, dass ihre Stimme kein Gewicht hat und sich eh nichts ändert. Vielleicht auch, weil Frieden, Freiheit und Wohlstand für viele inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist und sie wählen gehen nicht für notwendig halten?

Was könnte Politik besser machen?
Politik muss transparenter und bürgernäher sein, sowie zeitgemäß kommuniziert werden. Die Bürgerinnen und Bürger müssen wieder spüren, dass ihre Anliegen ernst genommen werden und ihre Stimme auch gehört wird.

Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil beschreiben?
Strukturiert und ergebnisorientiert.

Sie wurden zum Essen eingeladen und dürfen alles bestellen, was Sie möchten, inklusive Getränk. Was würden Sie ordern?
Aperitif: Klausner Winzersekt Riesling trocken
Vorspeise: Zungenragout in Blätterteigpastete nach Oma Anneliese, Weißburgunder trocken
Hauptgang: Tafelspitz mit Meerrettichsoße und Salzkartoffel, Riesling Kabinett
Dessert: „Opa Franz Gedächtniskuchen“ – Nusskranz mit Schokoladen- und Vanillebuttercreme, Espresso und ein Eierlikör
Käseplatte, Sankt Laurent trocken

Wie entspannen Sie?
Ich schaue Kochsendunge.

Ihre Lieblingsorte/-plätze in Worms?
Das Weinzelt auf dem Backfischfest. Meine Laufstrecke durch die Weinberge in Abenheim.

Was könnte in Wormser besser laufen?
Es könnten sich mehr Menschen politisch, sozial und kulturell engagieren – nicht nur meckern, sondern mitmachen!

Wen würden Sie gerne mal kennenlernen und was würden Sie ihn/sie unbedingt fragen wollen?
Meinen Traummann. „Wo bist du gewesen?“