Der WO! Buchtipp: Heimatjahrbuch für die Stadt Worms 2026: Die Goldenen Zwanziger
Benannt nach dem Motto des rheinland-pfälzischen Kultursommers 2026 widmet sich der jüngste Band der jährlich erscheinenden Heimatjahrbücher einer Epoche, die in Deutschland für kulturellen Aufbruch, wirtschaftliche Erholung und gesellschaftliche Veränderungen steht. Doch was geschah zu dieser Zeit in Worms? Die Stadt war bis 1930 von französischen Truppen besetzt, kämpfte mit wirtschaftlichen Problemen und den Folgen des Ersten Weltkriegs. Gleichzeitig entstanden neue Schulen, Vereine und kulturelle Initiativen. Das Jahrbuch zeigt damit eine Stadt zwischen Krisen und Neubeginn unter der Besatzung der Franzosen, beleuchtet die jüdische Gemeinde sowie die Rolle des damaligen Oberbürgermeisters Albert Schulte, dem Herausgeberin Ulrike Schäfer im Vorwort auch gleich mal ein Denkmal wünscht. Neben dem Schwerpunktthema bietet der 192 Seiten starke Band wie gewohnt ein vielfältiges Panorama der Wormser Geschichte und Gegenwart. Vorgestellt werden unter anderem der Jurist Hugo Sinzheimer, die 300-jährige Geschichte der Dreifaltigkeitskirche und der Buchhändler und Autor Geo Dehn. Der Kulturteil widmet sich Persönlichkeiten wie dem Musiker Rolf Bachmann, dem Journalisten Richard Kirn und der Künstlerin Karin Ritz-heimer. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem „Kanal 70“, dem Haus Bethlehem, der Stadtbibliothek als „Dritten Ort“ sowie lokalen Initiativen für Umwelt, Demokratie und Vielfalt. Das Ende gehört dann der Poesie und Philosophie, während der Bucheingang traditionell dem fotografischen Kalender mit Aufnahmen von Rudolf Uhrig gehört. Wie immer ist das Heimatjahrbuch eine unverzichtbare Lektüre für alle, die mehr über ihre Heimat wissen möchten.
Gelesen von Dennis Dirigo

Herausgeberin: Ulrike Schäfer
Worms Verlag
192 Seiten | 15,00 Euro
ISBN: 978-3910725195




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