Mission: vorzeitiger Klassenerhalt!

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Winterpause in der Regionalliga Südwest endet am 18. Februar

Auf einem soliden neunten Tabellenplatz ist Wormatia Worms in die Winterpause gegangen – mit sechs Punkten Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz. Nur noch 13 Saisonspiele hat Wormatia Worms nach der Winterpause in der Regionalliga Südwest zu bestreiten, dann ist der Klassenerhalt hoffentlich vorzeitig unter Dach und Fach gebracht. Danach geht’s zur Krönung zum Pokalfinale nach Pirmasens, wo der Oberligist SV Morlautern wartet.

Bis zum 18. Februar hat das Trainerteam um Steven Jones und Maximilian Mehring noch Zeit, um an der Abstimmung zu feilen. Bei einem Torverhältnis von 22:21 liegen Stärken und Schwächen des VFR klar auf der Hand. Nur zwei Teams haben noch ein Tor weniger erzielt – der Letzte FC Nöttingen (19.) und Teutonia Watzenborn-Steinberg (17.). Andererseits haben aber auch nur zwei Mannschaften weniger Gegentore kassiert, Tabellenführer SV Elversberg und der Zweite Waldhof Mannheim. Die starke Defensive verdankt man zum einen dem für den nach vier Spielen verletzten Steve Kroll ins Tor gerückten Mario Miltner, der in Vertretung seinen Kasten mit starken Paraden sauber gehalten und sich zum Stammtorwart gemausert hat. Zum anderen Abwehrchef Patrick Auracher, der ebenfalls konstant stark agiert und Woche für Woche seine Leistung abruft. Auch sein Nebenmann in der Innenverteidigung, Marco Metzger, hat dank der stärkeren Spieleröffnung in den meisten Spielen den Vorzug als zweiter Innenverteidiger erhalten. Wobei eine taktische Variante, die man in den letzten Spielen vor der Winterpause ausprobiert hatte, in Zukunft sicherlich öfters zur Anwendung kommen wird, nämlich eine Dreierkette in der Abwehr. Bei dieser Variante würde auch Benjamin Maas zum Einsatz kommen, der dank seiner Erfahrung und seiner starken Freistöße und Eckbälle ein wichtiger Eckpfeiler des Teams ist. Auf den Außenbahnen, mit Zug nach vorne, dürften Johannes Ludmann (rechts) und Alan Stulin (links) auch zukünftig gesetzt sein. Auf der Sechser-Position hat Trainer Steven Jones die Qual der Wahl, wenn alle Spieler fit sind. Ein Garant für eine gefestigte Defensive war bis zu seiner Verletzung am 15. Spieltag Fatih Köksal, der, mit überragenden technischen Fähigkeiten ausgestattet, als moderner Sechser Takt- und Impulsgeber des Wormser Spiels war. Aufgrund Köksals Verletzung musste der nach einem Kreuzbandriss gerade erst zurückgekehrte Benjamin Himmel in den letzten neun Spielen vor der Winterpause gleich voll in die Bresche springen und hat seine Aufgabe zuverlässig erledigt. Ebenso wie Eugen Gopko, der nach seinem Kreuzbandriss ab dem 7. Spieltag öfters im zentralen, defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, weil seine Stammposition bereits von Ludmann besetzt war. Mit Sandro Loechelt steht eine weitere Alternative als Sechser zur Verfügung, wobei der dribbelstarke Wirbler seine Stärken eher in der Offensive hat und zudem auch auf den Außenbahnen (offensiv) einsetzbar ist. Genauso wie der nur mühsam in die Saison gestartete Ricky Pinheiro, der zuletzt zu alter Form zurückgefunden hat und im Mittelfeld flexibel einsetzbar ist – mit dem Fokus eher auf der Offensive. Mit Enis Aztekin und Sebastian Schmitt stehen weitere Ergänzungsspieler für die Außenbahnen parat. Auf der linken Außenbahn wurde vor der Winterpause des Öfteren die Schnelligkeit und Dynamik von Enis Saiti vermisst, der bei 7 Spielen verletzt fehlte. Obwohl sich der Deutsch-Mazedonier wieder fit zurück gemeldet hat, ist der Verein in der Winterpause noch einmal aktiv geworden. Mit Steffen Straub (22) kommt von Astoria Walldorf ein Offensivspieler, der für seine Schnelligkeit bekannt ist und bevorzugt über links kommt. Wer letztendlich die etwas lahmende Offensive der Wormatia ankurbeln darf, wird sich nach der Vorbereitung zeigen. Im Sturm dürften sowohl Torjäger Florian Treske (6 Tore) als auch der flinke und laufstarke Jan-Lucas Dorow (7 Tore) gesetzt sein. Beide haben zusammen 13 der insgesamt 21 Wormser Tore erzielt. Speziell bei Treske ist man da andere Zahlen gewöhnt, auch wenn die beiden Stürmer sicherlich die Hauptleidtragenden des schwachen Wormser Offensivspiels waren, das nur wenige Torchancen produziert hat. Da ist sicherlich noch Luft nach oben.