Mit dem City Tiger durch die Innenstadt

Seit dem 23. März arbeitet sich der „City Tiger H“ beharrlich durch die 16.500 Quadratmeter große Innenstadt, um diese von Kaugummiresten und anderem lästigen Schmutz zu befreien.
Hierfür hat Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst das niederländische Unternehmen Jadon Reinigung nach einer europaweiten Ausschreibung engagiert. Mit zwei Spezialfahrzeugen ausgestattet, die genau für die Beseitigung solches Problemschmutzes entwickelt wurden, arbeitet sich die Firma vom Bahnhof bis zum Römischen Kaiser und vom Marktplatz über den Ludwigsplatz zum Ende der Kämmererstraße. „Wir verzichten bewusst auf den Einsatz chemischer Reinigungsmittel, um Natur und denkmalgeschützte Gebäude zu schonen“, erklärt Horst. Stattdessen kommen Spezialfahrzeuge zum Einsatz, die mit über 100 Grad heißem Wasserdampf und Hochdruck arbeiten. Ein integriertes Absaugsystem nimmt das Schmutzwasser sofort auf, sodass die Flächen unmittelbar nach der Reinigung wieder sauber und trocken begehbar sind.
Um den Alltag in der Stadt so wenig wie möglich zu stören, wurde die Reinigung in fünf Abschnitte eingeteilt, die über mehrere Wochen abgearbeitet werden. Rund um den Marktplatz ruhen natürlich die Arbeiten während der üblichen Marktzeiten (dienstags, donnerstags und samstags bis 15 Uhr). Aufgenommen haben die Spezialfahrzeuge ihre Fahrt durch die Innenstadt am 23. März. Wenige Tage später, am Mittwoch, überzeugte sich unser Redakteur selbst von der Intensivreinigung des Bodenbelags. Erste sichtbare Ergebnisse lassen die in die Jahre gekommene Wilhelm-Leuschner-Straße bereits im neuen Glanz erstrahlen.
Die Reinigung soll voraussichtlich bis Anfang April 2026 abgeschlossen sein, damit pünktlich zu Ostern die Innenstadt mit neuer Sauberkeit überzeugt. Sollte auch die Stadtverwaltung überzeugt sein, ist eine Wiederholung dieses Reinigungsprozesses mindestens zweimal im Jahr angedacht, so Horst. Die Kosten belaufen sich für die aktuelle Reinigung auf rund 90.000 Euro. In einem separaten Schritt, der im Sommer folgt, werden die Fugen, die durch die Hochdruckeiniger freigelegt wurden, wieder mit Sand verfüllt.
Text und Foto: Dennis Dirigo





Marcus Trutzel



