Nibelungensplitter: Randnotizen von der Premiere der Nibelungen-Festspiele 2016

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"Hallo, ich bin die Anouschka!"

Während die einen meinten, dass der Promiauflauf erheblich kleiner als in den Vorjahren war, wollen andere wiederum viel mehr Promis als sonst auf der Premiere der Nibelungen-Festspiele gesehen haben. Überstrahlt wurden sie jedoch allesamt von einer Lichtgestalt, die von Kameras und Mikrofonen regelrecht angezogen wurde und den ganzen Abend über dauerhaft von den zahlreichen nach Selfies süchtigen „Fans“ umgeben war. Unser Bundes-Jogi, Joachim Löw, war zweifelsohne der begehrteste Promi bei der Premiere der Nibelungen-Festspiele 2016. Lesen Sie an dieser Stelle weitere Randnotizen des Abends…

JOGI, JOGI ÜBER ALLES
Zwar hat es in Frankreich bei der EM nicht ganz fürs Finale gereicht, aber wer seit dem WM-Gewinn 2014 auf einer Welle der Euphorie schwebt, der wird natürlich auch in Worms auf dem roten Teppich mit ganz viel Applaus empfangen. Die Nachricht, dass Bundestrainer Joachim Löw die Premiere der Nibelungen-Festspiele besucht, machte in Worms am Tag zuvor wie ein Lauffeuer die Runde. Endlich mal ein echter A-Promi, da lohnt es sich, einen roten Teppich in der Stephansgasse auszurollen! Kaum angekommen war der Coach der deutschen Nationalmannschaft sofort von Fotografen umzingelt und eindeutig beliebtestes Fotomotiv des Abends. Der Grund für seinen Besuch: Mit der Nibelungen-Darstellerin Dennenesch Zoudé und ihrem jüngst verstorbenen Gatten, Regisseur Carlo Rola, verband Löw eine große Freundschaft, weshalb er der Brünhild aus „Gold“ einen Besuch abstattete.

„SEHR SCHÖNES STÜCK!“
Der letzte Applaus war schon verklungen, die WO! Belegschaft hatte es sich an einem Tisch vor dem Cateringzelt im Heylshof bequem gemacht und bereits die ersten Köstlichkeiten vom Büffet abgestaubt, als plötzlich unvermittelt Anouschka Renzi an den WO!-Tisch trat. Zunächst nickte die Charakterdarstellerin jedem eindringlich zu, um dann in die Runde zu rufen: „Schönes Stück. Sehr schönes Stück.“ Des Rätsels Lösung für die Verwirrung: Der Tisch, der extra für die Mitglieder des Ensembles reserviert war, befand sich direkt hinter uns, wo auch bereits kräftig die Premiere begossen wurde. Anschließend streckte Renzi einem WO!-Kollegen die Hand entgegen und stellte sich brav vor: „Hallo, ich bin die Anouschka.“ Bevor der erste von uns die Situation aufklären konnte, dass wir – außer darüber zu schreiben – mit dem Stück rein gar nix zu tun haben, huschte Renzi auch genauso schnell wieder weiter, nachdem sie nämlich bemerkte, dass unser schon leicht angetrunkener Kollege sie in dem kurzen Gespräch offensichtlich mit Jeanette Biedermann verwechselt hatte. Wir reichen trotzdem hiermit die Lorbeeren weiter an das Ensemble. Also der Frau Renzi hat es offensichtlich gut gefallen.

DER PFÄLZER KENNEDY
Wenn in dem Stück „Gold. Der Film der Nibelungen“ der Bürgermeister (gespielt von Heiner Lauterbach) via Skype bei dem Filmproduzenten Konstantin Trauer (gespielt von Uwe Ochsenknecht) anruft und davon spricht, dass er das komplette Geld der Stadt in dieses Filmprojekt gesteckt habe, da musste man zwangsläufig an das Wormser Stadtoberhaupt, Michael Kissel, denken. Bis Autor Albert Ostermaier jedoch ein fataler Fehler unterlief, der Lauterbach als eine Art „Pfälzer Kennedy“ beschreiben ließ. Klar, Kennedy – Frauentyp und verbaler Massenbändiger – das passt schon zu Kissel. Aber Pfälzer? Das ist, wie wenn man zu einem Franken sagt, dass er ja ein Bayer sei, nur weil er in dem Bundesland Bayern auf die Welt gekommen ist. Auch wir Wormser sind zwar in Rheinland-Pfalz geboren, aber tief in unserem Herzen sind wir deswegen keine Pfälzer, sondern Rheinhessen, die sich in erster Linie auszeichnen durch ihre Gastfreundschaft, ihre Geselligkeit und ihren Humor. Folglich ist unser OB allenfalls der „Rheinhessische Kennedy“. Der auf der Leinwand von Heiner Lauterbach dargestellte „Pfälzer Kennedy“ war übrigens nicht zur Premiere von „Gold. Der Film der Nibelungen“ nach Worms gekommen. Schade.

AUSSERDEM:
Wo waren überhaupt einstige Stammgäste wie Roberto Blanco oder Ottfried Fischer? Aber als Entschädigung war schließlich Jogi da und hat sogar anschließend noch auf der After-Show-Party im Cafe TE vorbeigeschaut, ehe er nach gefühlt 250 Selfies den „Heimweg“ ins Prinz Carl Hotel angetreten hat.