Raus aus dem Keller

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Wormatia hat nun die Chance, sich im Mittelfeld festzusetzen

Obwohl man mit einer eingespielten Mannschaft in die Runde ging, war in den ersten Spielen noch etwas Sand im Getriebe beim VfR Wormatia Worms. Nach zwei Punkten aus den ersten vier Spielen konnte dank eines verdienten 2:1-Heimsieges gegen den FK Pirmasens ein Fehlstart abgewendet werden. Die nächsten Spiele gegen „schlagbare Gegner“ sollen dazu genutzt werden, sukzessive aus dem Tabellenkeller raus zu kommen.

Dass das Auftaktprogramm nicht einfach wird, darüber waren sich alle Verantwortlichen einig. Aber zwei Punkte aus vier Spielen waren dann doch etwas mager, weshalb die Wormatia sich erst mal im hinteren Teil der Tabelle eingenistet hat. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass unter den vier Gegnern, davon drei auswärts, nun wahrlich kein Fallobst dabei war. Zum Auftakt gegen die Offenbacher Kickers taten sich die Wormaten zuhause zunächst sehr schwer, obwohl man ab der 12. Minute in Überzahl spielte. Trotzdem lag man kurz nach der Pause 0:2 im Rückstand. Danach wechselte Gästetrainer Oliver Reck im sicheren Gefühl des Sieges seinen besten Mann, den zweimaligen Torschützen Hodja, aus, während Wormatia Coach Steven Jones mit zwei neuen Offensivkräften, Johannes Ludmann und Arif Güclü, noch einmal zur Aufholjagd blies. Kurz danach köpfte Güclu in der 70. Minute den Anschlusstreffer, Alan Stulin traf in der 74. Minute zum Ausgleich. Jetzt war die Wormatia am Drücker und belagerte den Offenbacher Strafraum, schaffte aber trotz hochkarätiger Chancen nicht mehr den Siegtreffer. Eine Woche später bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart lief es genau andersrum. Da erzielten die Wormser den Führungstreffer, mussten aber noch den letztendlich verdienten Ausgleich der Schwaben hinnehmen. Chancenlos war der VfR dagegen bei der TSG Hoffenheim II, wo man ebenfalls 35 Minuten in Überzahl spielte, der Gegner aber trotzdem das Spiel kontrollierte. Dass in der 87. Minute noch der 1:0-Siegtreffer für die TSG fiel, war dann auch mehr als überfällig. Beim 1. FC Saarbrücken gab es ebenfalls wenig zu holen, das 0:2 spiegelt den Spielverlauf wieder. Auch hier sollte man anfügen, dass sowohl die TSG Hoffenheim II. als auch der FCS am Ende der Saison mit ziemlicher Sicherheit im vorderen Drittel der Tabelle zu finden sein werden. Beim OFC und der Zweiten des VfB Stuttgart gilt es noch abzuwarten, ob es tatsächlich für ganz vorne reicht. Von daher war der FK Pirmasens im Heimspiel am 5. Spieltag tatsächlich der erste Gegner, der eher in den unteren Tabellengefilden zu erwarten ist. Trotzdem tat sich die Wormatia lange Zeit schwer, was vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung lag. Überraschend ging der FKP in Führung, Treske schaffte noch vor der Pause den Ausgleich (45.). Dorows Führungstreffer in der 71. Minute, den er mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung erzielte, bewies einmal mehr das glückliche Händchen von Trainer Jones.

WOCHEN DER WAHRHEIT IM SEPTEMBER
Jetzt kommen drei weitere Gegner aus der Kategorie „schlagbar“. Am 3.09. ging es (nach Redaktionsschluss) nach Marburg zu Aufsteiger Teutonia Watzenborn-Steinberg, der sich bisher als Wundertüte präsentiert hat. Imposanten Siegen gegen den OFC oder gegen die TSG Steinbach folgten bittere Pleiten gegen die Mitaufsteiger Ulm und Koblenz. Ein Punkt sollte für den VfR schon drin sein gegen die Teutonia, je nach Tagesform auch ein Dreier. Danach folgen zwei Heimspiele am Stück gegen Astoria Walldorf und den FC Nöttingen. 6-7 Punkte aus diesen drei Spielen und die Wormatia setzt sich erst mal sicher im Mittelfeld fest. Ein kleines Polster vor den Abstiegsplätzen kann auch nicht schaden, denn dann warten in der Folge vier echte Brocken auf die Wormatia, die allesamt als Kandidaten im Kampf um den Aufstieg gehandelt werden. Gegen Eintracht Trier, Stuttgarter Kickers, Waldhof Mannheim und den SV Elversberg gibt es eine echte Standortbestimmung für die Wormatia. Steht man danach immer noch im gesicherten Mittelfeld, könnte es eine entspannte Saison werden.

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