Sagen Sie mal, Herr Bims?

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Teil 47: Schockzustand

Die Welt überschlägt sich fast. Die Menschen neigen zu völlig unverständlichen Handlungen und Entscheidungen und es passieren Dinge, die selbst ein hartgesottener Society-Reporter wie ich niemals für möglich gehalten hätte. Ich höre Sie deshalb schon wieder zu Tausenden fragen: „Sagen Sie mal, Herr Bims, können Sie dieses Jahr überhaupt beruhigt Weihnachten feiern?“

Ehrlich gesagt fällt es mir nicht einfach, unbeschwert Weihnachten zu feiern in Anbetracht der Ereignisse, die die Welt in den letzten Wochen in Atem hielten und in ihren Grundmauern erschütterten. Als ich morgens im Radio davon hörte, war ich nicht nur geschockt, sondern zutiefst enttäuscht, fassungslos und leer. Die Rede ist von der Trennung von Sarah und Pietro Lombardi. Wie konnte Sarah das nur unserem Pietro antun, ihn quasi öffentlich zu bescheißen? Ich sage bewusst unserem Pietro, weil der ja seit kurzem ein echter Wormate ist. Als Maskottchen auf der Tribüne hat Pietro Lombardi im Spiel gegen VFB Stuttgart II. im Alleingang – nur mittels mentaler Kraft – dafür gesorgt, dass die Wormatia mal wieder gewonnen hat. Falls nicht, hätte man die Stuttgarter zur Not auch noch mit seinem Gesang vertreiben können. Wer weiß, vielleicht kommt Deutschlands Superstar aus dem Jahr 2011 jetzt öfters nach Worms und lässt sich nicht von der Drohung abschrecken: „In Worms am Rhoi ham die Mädcher digge Boi!“ Dafür sind die Wormser Mädchen treu. Das ist viel wert in der heutigen Zeit. Lass dir das mal gesagt sein, Pietro. Und denk dran: „Auch wenn der Kopf im Sand steckt, guckt wenigstens der Arsch noch raus…“

VERWECHSLUNGSGEFAHR
Weit weniger schockierend fand ich die Tatsache, dass die Amerikaner einen Affen wie Donald Trump ins Rennen um das Amt des US-Präsidenten geschickt haben. Nach Ronald Reagan oder George W. Bush kann uns doch eigentlich nix mehr schocken, was aus Amerika kommt. Dumm nur, dass Trump auch noch vom Volk gewählt wurde. Das war natürlich so nicht vorgesehen. Aber das ist halt das Blöde an einer Demokratie, dass auch der hirnloseste Primat die gleiche Stimme hat wie zum Beispiel Professor Dr. Dr. Müller-Lüdenscheid. Wobei es Leute gibt, die Demokratie ganz anders interpretieren: „Demokratie ist, wenn vier Füchse und ein Hase abstimmen, was es heute Abend zu Essen gibt…“ Wenn man sich diesen Spruch immer wieder vor Augen führt, kann einem bei einer Wahl einfach nix mehr schocken. Trotzdem war ich am Wahlmorgen, als Donald Trump als Sieger bestätigt wurde, zum ersten Mal regelrecht entsetzt, als ich den Fernseher eingeschaltet habe. Im Halbschlaf sah ich nur eine schlecht sitzende blonde Mähne, die im Wind flatterte und urplötzlich schoss mir durch den Kopf: „Ist der Schorsch Büttler etwa bei uns in Worms in Rente gegangen, um als neuer US-Präsident ein sensationelles Politik- Comeback zu feiern?“ Getreu dem Motto: „Wenn ich schon nicht OB in Worms werden darf, dann wenigstens Präsident der Vereinigten Staaten…“ Aber dann fiel mir beim genaueren Hinsehen die Fluffigkeit von Trumps Echthaar auf und da wusste ich: „Diese blonde wallende Mähne ist echt, das ist definitiv keine Perücke!“ Vermutlich sitzt der Schorsch also immer noch ganz gemütlich in Abenheim auf seiner Terrasse, trinkt eine Tasse Kaffee und genießt seinen Vorruhestand. Deshalb kann ich rückblickend nur sagen, dass die Amis echt nochmal richtig Schwein gehabt haben. Also mit dem Trump.

Ein frohes Fest wünscht Ihnen
Ihr Bert Bims