Alle Mann an Bord?

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Am 28. Februar geht’s für die Wormatia gegen Hessen Kassel weiter

Die Rückrunde wird schwerer als die Vorrunde. Darüber ist man sich bei der Wormatia im Klaren, sind die Gegner doch jetzt gewarnt und nehmen den vermeintlichen Abstiegskandidaten nun nicht mehr auf die leichte Schulter. Von daher wäre ein Halten des 5. Platzes durchaus als Erfolg zu werten.

Dabei hat dieser fünfte Platz auch seine Tücken, sind es doch zu dem ersten potentiellen Aufstiegsplatz genauso viele Punkte Abstand wie zum ersten möglichen Abstiegsrang, nämlich genau zehn. Von daher ist dies eigentlich eher ein klassischer Mittelfeldplatz. Ganz vorne werden sich der souverän führende Spitzenreiter Kickers Offenbach (49 Pkt.) sowie erwartungsgemäß die beiden Drittligaabsteiger 1. FC Saarbrücken (43 Pkt.) und der SV Elversberg (41 Pkt.) um die beiden vorderen Plätze streiten, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen. Da sind Kaiserslautern II (33 Pkt.) und Wormatia Worms (33 Pkt.) doch schon ein gutes Stückchen entfernt. Vorteil der Wormatia ist es sicherlich, dass die bisher bereits ausgetragenen drei Rückrundspiele allesamt gegen namhafte Gegner waren (OFC, Trier, FCK II). Dass man gegen die mithalten kann, hat die Mannschaft oft genug bewiesen, aber dann gegen die vermeintlich kleinen Gegner gepatzt. Spannend werden die ersten Spiele nach der Winterpause, ist man doch mit einer Serie ganz schnell wieder in der Nähe der Aufstiegsränge, ganz schnell aber auch im hinteren Mittelfeld. Eine wichtige Frage für die Rückrunde lautet, ob Kapitän Maximilian Mehring, der es bisher verletzungsbedingt erst auf vier Spiele in dieser Saison gebracht hat, wieder zum Einsatz kommen kann. Dass Mehring im Vollbesitz seiner Kräfte eine absolute Verstärkung für die Mannschaft ist, steht außer Frage. Ebenso wie Sascha Wolfert, der nach seiner Schulterverletzung im ersten Testspiel beim SC Idar-Oberstein wieder gespielt hat, aber vorzeitig ausgewechselt werden musste. Auch der quirlige Stürmer würde dem Offensivspiel des VFR wieder richtig gut tun, war doch Goalgetter Florian Treske, der in der Winterpause noch einmal bekräftigt hat, dass er den Verein auf keinen Fall während der Runde verlassen wird, sehr oft auf sich alleine gestellt. Wenn also alle Mann an Bord sind, ist auf jeden Fall wieder mit der Wormatia zu rechnen. Da würde Mehrings Erfahrung wahrlich gut tun in dieser jungen Truppe, die kurz vor der Winterpause bis an die Substanz gehen musste.

Im Vollbesitz ihrer Kräfte und mit der Spritzigkeit aus der Anfangsphase der Hinrunde wird die Mannschaft von Sascha Eller in der Rückrunde noch den einen oder anderen Favoriten ärgern können. Zum Beispiel, wenn am 23. Mai zum letzten Spieltag der 1. FC Saarbrücken und jede Menge seiner heißblütigen Fans in Worms die Teilnahme an der Aufstiegsrunde klar machen wollen. Aus Fan- Sicht winken noch ein paar nette Auswärtsfahrten (Pirmasens, Homburg, Mannheim) und zwei Aufstiegskandidaten (SV Elversberg, 1. FC Saarbrücken) zu Besuch bei der Wormatia. Es kann wieder losgehen….