Lebenshilfe, Frauennotruf und Kinderschutzdienst kooperieren zum Thema sexualisierte Gewalt

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Eine Pressemitteilung des Frauennotruf Worms

Mitarbeiterinnen des ASB-Kinderschutzdienstes und des Frauennotrufes gegen sexualisierte Gewalt in Worms trafen sich kürzlich mit der Frauenbeauftragten der Lebenshilfe Worms, Laura Wrasmann und deren Unterstützerin Marion Setz.

Frauen mit Behinderung erleben besonders häufig (sexualisierte) Gewalt in ihrem Leben. Das EU-Parlament geht davon aus, dass 80% der Frauen mit Behinderung bereits Gewalt erlebt haben. Sie seien doppelt so häufig betroffen wie nichtbehinderte Frauen. Neben der direkten personalen Gewalt sind Frauen mit Beeinträchtigungen vielfältigen Formen von Diskriminierung und struktureller Gewalt ausgesetzt. Jedoch nehmen nur wenige von ihnen Beratung und Hilfe in Anspruch.

Die Frauenbeauftragte der Lebenshilfe ist Ansprechperson bei Gewalt gegen Frauen und Wegweiserin ins Hilfenetz. „Ich höre den Frauen zu. Ich glaube den Frauen und überlege mit ihnen zusammen, was wir machen können,“ so Laura Wrasmann von der Lebenshilfe. „Besonders für das Thema Gewalt ist es wichtig, dass wir ein gutes Netzwerk haben und wissen wo es Hilfe bei Gewalt gibt.“

Die Fachkräfte aus der Anti-Gewaltarbeit kennen sich zu wenig mit Behinderung und dem System der Behindertenhilfe aus. „Wir können viel von den Expertinnen aus Erfahrung lernen und freuen uns sehr über die begonnen Kooperation“, ergänzt Regina Mayer vom Frauennotruf. „Unser Blickwinkel geht vor allem dahin zu erfahren, wie wir beeinträchtigte Frauen unterstützen können, selbstbestimmt und selbstbewusst ihre Interessen wahrzunehmen und sie zu stärken.“

In einem ersten Schritt möchten die Kooperationspartnerinnen daher die Arbeitsweisen und Strukturen der unterschiedlichen Einrichtungen kennenlernen und verbindliche Arbeitsweisen schaffen. „Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt kann nie alleine erfolgreich geleistet werden. Daher ist es enorm wichtig, dass wir unser Wissen teilen und Konzepte entwickeln, die die Beteiligung aller ermöglichen,“ erläutert Anika Hapke vom ASB-Kinderschutzdienst Worms.

Ein Name für das neue Bündnis wurde auch schon gefunden: LeNoKi (Lebenshilfe-FrauenNOtruf-KInderschutzdienst).

Bildunterschrift von links nach rechts: Regina Mayer, Anika Hapke, Marion Setz, Laura Wrasmann

Text: Regina Mayer (Frauennotruf Worms)