Selbstmord auf Raten

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Von der Rauchernot zum Rauchertod

Der Mensch hat eine besondere Eigenschaft, die in der Tierwelt selten oder nie anzutreffen ist. Das sind seine Süchte, die in fast unendlicher Zahl vorhanden sind. Und es werden ständig mehr. Jedes neue technische Gerät wird alsbald zur Spielwiese, von der sich allzu viele Große und Kleine nicht mehr trennen können.

Hier nun soll nur von einer der älteren und häufigsten Süchte die Rede sein. Es ist das Rauchen und eine zugleich „todsichere“, weil sie Hunderttausenden über kurz oder lang den sicheren und früheren Tod beschert. Das weiß heute jeder oder kann es leicht in Erfahrung bringen. Eines der größten Rätsel für mich ist, dass trotz der bekannten Gefahren, immer noch so viele junge Menschen mit der Raucherei beginnen. Nunmehr komme ich gleich zu meiner Überschrift, die vielleicht manchen irritieren könnte. Indem man täglich und regelmäßig diese „Sargnägel“ mit über hundert Giften konsumiert, verübt man eben den oben bezeichneten „Selbstmord auf Raten“, stirbt also einen vorzeitigen Tod. Vorzeitig, weil der durchschnittliche Raucher 10 bis 15 Jahre früher als der normale Nichtraucher in die „Kiste“ gelangt. Sollten Sie das noch nicht wissen, so fragen Sie doch Ihren Arzt! Man komme mir da aber nicht mit irgendeiner hergeholten AUSNAHME!

Neben den gesundheitlichen Schäden und der Lebensverkürzung kommt dazu auch die beachtliche Schädigung des Geldbeutels. Da machen sich offenbar die meisten Raucher überhaupt keine Gedanken. Man kann davon ausgehen, dass der durchschnittliche „Nikotiner“ täglich eine Packung Zigaretten verbrennt, oder 5 Euro verliert. Das sind im Monat schon 150 Euro. Und es geht weiter: Im Jahr werden die Raucher bereits 1.800 Euro ärmer. In zehn Jahren sind es schon 18.000 Euro. Und schließlich in fünfzig Lebensjahren hat ein Glimmstengel-Abhängiger ein Vermögen von 90.000 Euro verbrannt. Aus naheliegenden Gründen sind die genannten Zahlen ohne Zinsen gerechnet.

Kommen wir nochmal zurück auf Schäden, die der Gesundheit und dem Geldbeutel zusetzen. So ist festzustellen, dass Raucher öfter unter Erkältungen, Bronchialkatarren und diversen Karzinomen leiden, meistens an der Lunge. Raucher sind zweifellos öfter krank, verbunden mit möglichen Folgen und Nachteilen. Sie müssen mit Nebenkosten und Verdienstausfällen leben. Ihre Vitalität und Lebensqualität leiden zwangsläufig ebenfalls. Die meisten Nikotinabhängigen möchten zu gern von ihrem Übel loskommen, doch das gelingt nur in Ausnahmefällen. Eine kleine Nebensache ist die: Wer den Glimmstengel oft im Mund stecken hat, verschandelt sein Gesicht. Der Psychologe denkt darüber hinaus, dass er ein infantiles (kindliches) Wesen vor sich hat. Denn nur Kleinkinder haben dauernd etwas im Mund. Für mich heißt das Ding deshalb „Feuerschnuller“. Der Philosoph dagegen erkennt in der Zigarette ein Mal für die Unfreiheit.

Soweit also diese ernste bis traurige Sache, und jetzt kriegste was zu lache´:

Vater kommt heim von der Arbeit und erfährt Schlimmes von der Mutter. Er stürzt sich auf den 11-jährigen Sohn und schimpft gewaltig: „Was muss ich da von Muttern hören? – Also du rauchst!“ Darauf der Bub: „Na, wenn schon, und Sex habe ich auch gehabt!“ Jetzt ist der Erzieher aber gänzlich erschüttert und schreit: „Und mit wem haste den gehabt?“ Der Sohn wieder: „Weiß ich absolut nicht mehr. Da war ich total besoffen…“

Mit freundlichen Grüßen:
Ihr Heinz Dierdorf