Na, Beef?

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Heissa, ich bin zurück!

Liebe Leser,

so lange weg war ich schon ewig nicht mehr. Ganze drei Monate war ich in der Kurstadt Bad Hersfeld und habe jeden Abend ein paar Menschen bespaßt. Nicht dass ich das nicht gerne machen würde, aber es tut doch gut, wieder hier zu sein, im schönen alten Worms. Normalerweise schaffe ich es ja während dieser Zeit wenigstens ein paar Mal, nach Hause zu fahren, runterzukommen und im Affenhaus zu sitzen. Dieses Jahr wirklich keine Chance, einzig zur Premiere der Nibelungenfestspiele war ich für ein paar Stunden in der Stadt und stellte wohlwollend fest, dass man ja durch den neuen Kreisverkehr in der Stephansgasse fahren konnte. Hooray!

Aber das ist genau das Spannende, wenn man über den Sommer ein Vierteljahr nicht in der Stadt ist und all die vielen Veränderungen bemerkt. Worms leidet ja allgemein unter dem Gerücht, hier würde sich gar nichts ändern und alles bleibt immer so wie es ist. Aber ganz ehrlich, das stimmt nicht. Ein paar Beispiele gefällig? Das RIMINI hat wieder auf, es gibt einen neuen Burgerladen im Brauereiviertel und einen in der ehemaligen Gießenbrücke (wer soll das denn alles essen?), EIS SIMONI hat nen neuen Namen und selbst der VANNINI darf seinen neuen Pavillon bauen. Einzig das einsame PARKHAUS AM DOM steht immer noch auf Null und wartet sehnsüchtig auf die ersten Karossen. Das wird wohl wirklich nie was…

Ich mag aber auch die Mentalität von uns Wormsern so gerne. In Osthessen brauchen die Menschen immer so ein bisschen, bis sie mit dir warm werden oder eben auch gar nicht. Richtig auffällig ist das im Einzelhandel, wenn man etwas unfreundlich angeschaut und kaum gesprochen wird. Das ist hier dann doch ganz anders. Hier bekommt man im Supermarkt die Geschichte vom kranken Hund der Nachbarin mit und neulich in der Tankstelle wurde dem Kunden vor mir ordentlich die Meinung gegeigt: „Basse moo uff, du Dollbohrer. Isch hab dir schon e mol gsagt, das mir doin Scheiß-Tabak net ham.“ Herrlich. Im Moment ist ja auch noch Backfischfest. Da sind Wormser Höflichkeiten besonders gefragt.

Heute Morgen wurde ich auch schon von Herrn Fischer zusammengestaucht, wo denn diese verdammte Kolumne bliebe. Schließlich sei er der Einzige, der während des Fischfestes arbeiten müsse. Naja, was soll ich sagen? Es kamen halt eine Weinprobe und das Pub dazwischen… (An dieser Stelle nochmal einen schönen Gruß an die Abba Fans)

In diesem Sinne,
Ahoi!

Jim Walker Jr.