Na, Beef?

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Fridays for Forschung

Liebe Leser,

in der letzten WO! Ausgabe gab es mit dem Protest der „Fridays for Future“ Bewegung ein zentrales Thema. Schnell haben wir gemerkt, dass dieses Thema sehr polarisierend ist. Überall wurde ich angesprochen, ob ich jetzt dafür oder dagegen sei und was ich denn eigentlich von dieser Greta Thunberg halte?

Ganz ehrlich? Es nervt mich nur noch und damit meine ich nicht die Kids, die für ihre Überzeugung auf die Straße gehen. Mich nervt das Gehate (für die Älteren: ein Jugendwort für Hass), aus beiden Richtungen wird versucht, sich gegenseitig fertig zu machen. Meine Facebooktimeline hat mich nur noch aggressiv gemacht, da ich überall das Gleiche gesehen habe und die Diskussion und die Postings vollkommen unsachlich waren. Ungefähr so unsachlich wie die Diskussion, was und ob denn irgendwas in Worms nach Helmut Kohl benannt werden soll. Obwohl ich „Kohl am Dom“ schon ganz witzig fände…

Im Übrigen hat meine Döftels-Band auch einen „Klimahit“ produziert. „Wir machen mit bei der Rettung der Erde“ ist ein Song, der auf Samples eines Internetfundstücks basiert. Ähnlich wie Stefan Raabs Hit „Maschendrahtzaun“. Interessanterweise hat unser Blödelsong schon 20.000 Aufrufe und damit deutlich mehr als unsere „richtigen“ Songs. Na herzlichen Glückwunsch! Bei der ganzen Klimadebatte liegt die Lösung doch aber eigentlich auf der Hand. Die eine Seite verlangt Umweltschutz mit Kohleausstieg und die anderen wollen Auto fahren und Cheeseburger. Forschung ist das Zauberwort. Wir brauchen einfach jede Menge Kohle (in diesem Fall Geldscheine) für Wissenschaftler, die dann tolle Sachen erfinden, wie ein funktionierendes Funktionskraftwerk, einen praxisorientierten Wasserstoffantrieb und wenn es sein muss auch künstliches Fleisch aus dem Labor. Am Besten erfinden wir auch noch gleich den Warp Antrieb und entdecken eine zweite Erde. Das alles könnten wir tun, aber leider geben wir nur 18,1 Milliarden Euro für Bildung und Forschung aus und keine 42,9 Mrd. wie für die „Verteidigung“ unseres Landes.

Aber vielleicht brauchen wir diese Streitkultur auch einfach, wäre doch sonst langweilig, oder? Man denke nur an den Vannini Streit in den sozialen Netzwerken und was ist von ihm derzeit übrig? Ein kleines Stahlgerippe. Gut, das Parkhaus am Dom ist auch nur ein Stahlgerippe und trotzdem macht der Vannini schneller wieder auf.

Letzten Monat habe ich übrigens den schönsten Keks meines Lebens bekommen und zwar im Wormser Stadtrat. Hier stand in großen Lettern auf der Verpackung: „Wir denken, also sind wir hier falsch.“ Herrlich.

Das war es für diesen Monat und wenn ich nicht in einer Rakete mit Warp Antrieb und einem Replikator, der mir Cheeseburger herstellt, im Weltraum umherflitze, sehen wir uns vielleicht im nächsten Monat wieder. ABER NUR DANN!

Viele Grüße
Jim Walker Jr.